Oliver Twist ist die Geschichte eines Waisenjungen im England des 19. Jahrhunderts. Oliver kommt in einem Armenhaus zur Welt, weil Olivers Mutter auf der Flucht ist. Wovor sie flieht und wer sie überhaupt ist, verrät sie jedoch keinem − und stirbt noch bei Olivers Geburt. Das Medaillon mit ihrem Namen, das sie bei sich trägt, nimmt Sally, die arme Frau, die bei der Geburt dabei ist, an sich, und auch sie verrät nichts darüber. So erhält Oliver vom Gemeindediener, Mr. Bumble, einen frei erfundenen Namen. Oliver wächst im Armenhaus auf dem Land heran und ist dort wie die anderen Kinder dem egoistischen Treiben der Armenhausleiterin Mrs. Corney und dem tyrannischen Verarmungswahn des Gemeindedieners Mr. Bumble ausgeliefert.

Weil Oliver es eines Tages wagt, nach mehr Essen zu fragen, als die mehr als dürftige Verpflegungsverordnung vorsieht, wird er von der Gemeinde als Lehrjunge verschenkt und kommt so in die Lehre bei Mr. Sowerberry, einem Gemeindebestatter. Dort flieht er wenig später vor den Gemeinheiten des Gesellen und geht nach London, von Hunger und Durst gepeinigt.

Kaum in London angekommen, gabelt ihn Jack Dawkins auf, ein Mitglied einer Diebesbande, und bringt ihn zu ihrem Anführer Fagin. Er wird in die »Familie« der Diebesbande eingeführt und lernt Betsy, Nancy und schließlich auch Monks, eine noch zwielichtigere und brutalere Gestalt als Fagin, kennen. Monks erkennt in ihm seinen Halbbruder, der wie er selbst ein Anrecht hat auf ein recht stattliches Erbe.

Mittlerweile wird Oliver, der davon natürlich nichts weiß, auf einem ersten Diebeszug mit seinen neuen Bekannten fälschlicherweise für den Dieb gehalten und wäre beinahe im Gefängnis gelandet, wenn ihn der Bestohlene, ein echter Gentleman, Mr. Brownlow, nicht in Schutz genommen und eine Zeugin für ihn ausgesagt hätte. Mr. Brownlow nimmt Oliver bei sich auf und Mrs. Bedwin, seine Haushälterin, pflegt ihn gesund, weil Oliver durch die Strapazen seiner Flucht schwer erkrankt.

Nach seiner Genesung erlebt Oliver eine glückliche Zeit, die aber viel zu bald endet, als ihn Mr. Brownlow zum Buchhändler schickt und er auf dem Weg dorthin von Fagin und seiner Bande gekidnappt wird. Mr. Brownlow denkt natürlich nun, Oliver habe ihn verlassen und Bücher und Geld gestohlen.

Fagin gibt Oliver an Monks weiter, damit dieser mit ihm zusammen einen Einbruch begeht. Dieser Einbruch geht jedoch schief und Oliver wird dabei angeschossen. Monks und Fagins Leute lassen ihn zurück. Doch er hat erneut Glück, weil er den beiden Schwestern, Helen und Rose Maylie, in dessen Haus eingebrochen wurde, leid tut und sie ihn bei sich aufnehmen.

Nachdem Oliver neuerlich genesen ist, spitzen sich die Dinge zu. Helen und Rose machen auf Olivers Bitte hin Mr. Brownlow ausfindig. Monks bestellt die Armenhausleiterin Mrs. Corney nach London, weil er sich davon Auskünfte über Olivers Herkunft erhofft. Nancy ist gar nicht damit einverstanden, dass Fagin und Monks Oliver so im Stich gelassen haben. Als sich Monks mit Mrs. Corney trifft, belauscht Nancy das Gespräch und berichtet dann davon bei den Maylies, um Oliver zu helfen. So wissen sie und wenig später auch Mr. Brownlow, dass Olivers Herkunft möglicherweise geklärt werden kann und dass Monks Olivers Halbbruder ist. Mr. Brownlow versucht nun Nancy zu treffen, um weitere Details zu erfahren. Das gelingt ihm auch, aber Nancy wird beschattet ...

Schließlich treffen alle aufeinander, Oliver, Mr. Brownlow, Mrs. Corney, Nancy und Monks.