Herbstabend Mankell

Ein Herbstabend vor der Stille

 

Kammerspiel von Henning Mankell

 

An einem stürmischen Herbstnachmittag treffen sich in einem Haus auf einer schwedischen Insel sieben Personen, eingeladen von der Besitzerin Tone, die das geerbte Haus ihrer Eltern verkaufen möchte. Es handelt sich bei den Besuchern um ein etwa 60-jähriges Ehepaar und deren Tochter, einen Nachtclub-Besitzer mit seiner Frau und ein ehemaliges Fotomodell.

Der stärker werdende Sturm verhindert eine Rückfahrt zum Festland und die Gruppe muss die Nacht gemeinsam unter einem Dach verbringen. Durch die aufgezwungene Nähe, das Eingesperrtsein, kommen über Nacht bei jedem Einzelnen lang verdrängte, tief vergrabene innere Konflikte, Wut, seelische Mißhandlungen und Rassismus zu Tage, was letztendlich zur Eskalation führt.

 

 

 

Henning Mankell (1948-2015) war ein schwedischer Schriftsteller und Theaterregisseur, der im deutschsprachigen Raum hauptsächlich durch seine Krimireihe mit Kommissar Kurt Wallander bekannt wurde.

Er begann seine Karriere im Alter von 20 Jahren, um die „Gesellschaft zu demaskieren“. Später schrieb er.“...schließlich habe ich in meinen Büchern Dinge beschrieben, die .....grauenvoll zu nennen sind.....aber ich weiß auch, dass das, was im täglichen Leben passiert, immer schlimmer ist als das, was ich beschreibe."

Er war zeitlebens politisch und gesellschaftskritisch aktiv, Themen wie Krieg, Rassismus, Apartheid beschäftigen ihn und er verarbeitete sie in nahezu all seinen Büchern.